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Aktivitäten 2009/2010

Ansprechpartner vor Ort:

  • Schulleiter : Markus Rewitzer

  • Religionslehrerin(Kath.):Vroni Schwarzenböck

  • (auch Vorstandsmitglied im KJR Miesbach

  • Lehrerin für KTB und GTB: Fr. Maier

  • Lehrerin für Kunst: Frau Michler

Daten:

  • Teilnahme der Schüler im Unterrichtsfach Kunst: ca. 40 Schüler (Projekt: „School Art“ )

  • Teilnahme der Schüler der Abschlussklasse 9 im kath. Religionsunterricht circa 15 Schüler ( Projekt:

  • „ Haushamer Stories“ )

  • Teilname des Kinderchors der Grundschule Hausham (Vernissage „School Art“)

  • Teilnahme der 2. Klasse Grundschule an einem Tagesausflug zur Ausstellung „School Art“

Regelmäßige Termine in der Schule:

  • Einmal wöchentlich im kath. Religionsunterricht (2 Stunden): (Nov. bis März)- „Haushamer Stories“

  • Viele Termine in unseren Projekträumen zur Realisation und Durchführung ihrer kreativen Projekte, auch mit Sponsoren und Kooperationspartner („School Art“)

 

Kooperationspartner und Sponsoren:

 

  • Barbara und Wolfgang Sietz Stiftung („School Art“)

  • Bezirksjugendring Oberbayern („ Haushamer Stories“)

  • Herrn Stefan Kaiser, Lehrer an der Anton-Weilmaier-Schule Sonderpädagogisches Förderzentrum („Haushamer Stories“) und

  • Übungsleiter bei SG Hausham Sportgruppe Integrativ,
  • „Haushamer Stories“
  • Jugendleiter der Cross-Over Team Stiftung


Mit viel Freude können wir berichten, dass auch diese Hauptschule seit Schuljahr 2008 zu unserem Schwerpunktsschulen gehört. Zum neuen Schuljahr bekam die Hauptschule Hausham auch einen neuen Schulleiter. An dieser Stelle möchten wir uns ganz herzlich bei Herrn Markus Rewitzer bedanken für das offene und sehr wohlwollende Vertrauen, dass er uns von Anfang an entgegengebracht hat. Kaum im Amt, gab er uns seine Unterstützung für eine bis dahin ungewöhnliche Aufstellung.

 

Kunstausstellung „School Art“

Bei Besuchen im Schulgebäude der Hauptschule Hausham ist das hohe Niveau der Bilder aus dem Kunstunterricht der Schüler auffallend, deren Werke über alle Schulhausgänge wirkungsvoll verteilt sind. Dadurch wirkt das Schulgebäude einladend, freundlich und sehr individuelll. So viel Talent und Einsatz, fanden wir, gehörten doch einem größeren Publikum zur Betrachtung zugänglich gemacht. Es sollte auch eine Gelegenheit sein, das künstlerische Vermögen an einer Hauptschule und den großen Einsatz der Lehrkräfte dem Betrachter vor Augen zu führen. Könnte eine besondere Wirkung erzielt werden, wenn man die Werke in einem nicht-schulischen Rahmen, in einem anderen Kontext, einer galerie-ähnlichen Umgebung zeigen könnte? Als wir mit unseren Überlegungen an Schulleiter Rewitzer herantraten, eine separate Ausstellung mit Werken seiner Schüler inkl. Vernissage unter Beteiligung einiger Lehrkräfte seines Kollegiums veranstalten zu wollen, zu deren Eröffnung auch Persönlichkeiten aus dem öffentlichen Leben und die Presse geladen werden sollten, gab er uns sofort sein Einverständnis.

Bei diesem Unterfangen ist uns unsere Sponsorin und Kooperationspartnerin Frau Dr. Barbara Sietz, nicht nur finanziell eine unverzichtbare Hilfe gewesen: Durch ihre frühere Tätigkeit für das Goethe Institut in leitender Funktion konnten wir viel von ihrem Rat profitieren, da sie verantwortlich für die Veranstaltung vieler Kunstausstellungen in mehreren Erdteilen war. Ihr gilt unser besonderer Dank.

 

Multimedia Performance „Haushamer Stories“

Seit Jahren arbeiten wir nun schon viel und sehr gerne mit Frau Vroni Schwarzenböck zusammen, vor allem in der offenen kath. Jugendarbeit. Auch hatten wir einen guten Kontakt zu einigen Lehrern aus früheren Projekten. So war die Einladung von Frau Schwarzenböck, im Unterricht ein Projekt mit ihren Schülern zu gestalten, sehr willkommen.

Die 9. Klasse kath. Religion hatte an Frau Schwarzenböck den Wunsch herangetragen, eine Begegnung mit behinderten Jugendlichen zu ermöglichen, um einen bessern Einblick in das Leben behinderter Jugendlicher zu bekommen und deren Sorgen und Probleme besser verstehen zu können. Dementsprechend sprühten die Schüler vor Ideen, die sie alle in ihr Vorhaben einbringen wollten. So beschlossen Frau Schwarzenböck und wir, einen Projektantrag an den Bezirksjugendring Oberbayern zu stellen, da wir in der Vergangenheit einige sog. Behinderten-Projekte mit Hilfe dieses Finanzierungspartners sehr erfolgreich durchgeführt haben.

Folgendes Projekt wurde uns genehmigt:

Maßnahme zur Selbstverwirklichung in sozialer Integration von jungen Menschen mit Behinderung und Hauptschülern

Integration mit behinderten Jugendlichen und Förderung von Kompetenzen an der Schwelle zwischen Schule und Beruf von Hauptschüler der 9. Klasse, Hausham.


Schwerpunkt Kompetenzen :

  • Erlernen von „hard skills“: Erstellung einer Konzeption am PC, Umgang mit Multimedia, Konzeption und Durchführung von Choreografien, etc.

  • Erlernen von „soft skills“- Rücksicht, Respekt, Konzentration, Einfühlen in die Lage anderer, Teamwork, Freude an der Arbeit, Entdeckung eigener Fähigkeiten, Erhöhung des Selbstwertgefühls, Verlässlichkeit, Selbsteinschätzung der eigenen Fähigkeiten und

  • Grenzen, Umgang mit Menschen, die in vieler Hinsicht anders sind als man sich selbst sieht, was ist ‚normal’, Kreativität, Zeiteinteilung, Durchführung eines Vorhaben bis zum Schluss


Verlauf des Projektes

In der Vergangenheit machten wir die Erfahrung, dass Projekte, die sich aus Anregungen, Wünschen und Initiativen der Jugendlichen selbst entwickeln, eine eigene Dynamik, Freude und Kraft besitzen, die sich auch auf das Projekt und die Projektleiter überträgt. So war dies auch bei diesem Projekt der Fall.


Zunächst einmal musste sich nun die Klasse einig werden; da waren natürlich verschiedene Neigungen unter einen Hut zu bringen. So wollten die einen sich mit Bühnenerfahrung, d.h. mit Schauspiel und Tanz (Hip Hop), produzieren, andere sahen allein in der Begegnung mit den behinderten Jugendlichen ihren Schwerpunkt, und wieder andere wollten in einem eher technischen Ansatz im Bereich Multi-Media ihre kreativen Talente unter Beweis stellen. So einigten wir uns als Erstes, all diese Möglichkeiten in Form eines gemeinsam entworfenen, oft und heftig diskutierten, in jedem Falle jedoch wohl strukturierten Drehbuchs festzuhalten. Die gemeinsame Erstellung des „Storyboards“ fand während ihrer Schulstunden statt. Diese konzentrierte Zusammenarbeit sahen wir als gute Gelegenheit, schulische wie auch soziale Kompetenzen zu erkennen, zu erwerben, und zu fördern.


Wir erlauben uns, an dieser Stelle uns selbst zu zitieren, weil wir immer wieder die gleiche erfreuliche Erfahrung machen:


Tanztheater als Medium zur Integrationsarbeit zu benutzen, hat sich für uns wie bei vergleichbaren Projekten, die wir in der Vergangenheit durchgeführt haben, als sehr effektiv erwiesen. Singen, tanzen, sich bewegen, sich kostümieren, Rollen spielen, eigene Bühnenbilder nach eigenen Vorstellungen schaffen: die meisten unserer Jugendlichen tun das bereitwillig und mit großer Hingabe, ob sie nun behindert sind oder nicht. Sie alle wollen auf ihre Talente aufmerksam machen und genießen es, gelobt und applaudiert zu werden. Sie sind selbst erstaunt, wie viel sie technisch zustande bringen, obwohl sie wenig oder keine Erfahrung haben. Wenn Freude und Begeisterung in ihnen geweckt werden, wachsen sie über sich hinaus. Im Kennenlernen und in der Anwendung ihrer Kreativität werden die Einschränkungen einer Behinderung beliebiger Art gänzlich verwischt. Im Ausleben „seiner Kunst“ ist jeder Mensch gleichgestellt und ist jeder wertvoll. Im Tanztheater finden sich ein Platz und eine Aufgabe für jeden und alle. Wir meinen, wir haben den „kleinsten gemeinsamen Nenner“ gefunden, der uns alle verbindet. Nur so ist Integrationsarbeit möglich und macht auch noch allen Beteiligten große Freude“ (Aus unserem Jahresbericht JugendPerpektiveArbeit, KJR Miesbach 2007/8)


Wir beendeten diese Phase mit folgenden Ergebnissen:

  • Wahl des Titels „Haushamer Stories“ für diese Darbietung, weil die Handlung durchaus biographische Züge enthält (Identifikation mit dem „Selbsterschaffenen“)

  • Fertigstellung eines schriftlichen „Storyboards“ mit Rahmenhandlung und Musikauswahl

  • Konzept geeigneter Rollen in der Handlung des Drehbuches für die Schüler der benachbarten „Anton Weilmaier Förderschule“ (Stock- und Rhythmustänze)

  • Beschluss, eine Klasse der Sonderschule zu besuchen und kennenzulernen: Kontaktaufnahme mit einer Lehrkraft wegen dieses Besuchs.

  • Beschluss, mit einer Choreografin in einem Hip Hop - Workshop einen eigenen Tanz zu entwerfen und einzustudieren („wir können nicht alles alleine, manchmal braucht man Hilfe von Profis“); Durchführung nach Abschluss der Prüfungen.

  • Aufnehmen einer Fotoreihe von Hausham, der Heimatgemeinde der Schüler, sowie Erstellung einer Powerpoint - Präsentation für ein Multimedia - Bühnenbild („wir sind stolz auf unsere Heimatgemeinde - dies ist der Ort unserer Integration).

  • Besuch bei einer Klasse der Anton Weilmaier Sonderschule

  • Kontaktaufnahme mit Herrn Stefan Kaiser, Sportlehrer an der Anton Weilmaier Schule und Leiter der Sparte Sport Integrativ der Sport Gemeinschaft Hausham

  • 2 Schülerinnen der Anton Weilmaier Sonderschule und eine Jugendleiterin der Cross-Over Team Stiftung bekunden ihr Interesse und ihre Bereitschaft, die Übungsstunden in Anwesenheit von Herrn Kaiser und uns durchzuführen.

  • Einladung, bei Übungsstunden für behinderte (z. T. schwerbehinderte) Jugendliche mitzumachen und gleichzeitig als Gelegenheit für Proben zu nutzen. (Diese Übungsstunden werden in Kooperation mit der Lebenshilfe Hausham durchgeführt: über 7 Wochen je 1x wöchentlich.


Wenn das Zusammenleben mit behinderten Menschen zu etwas Selbstverständlichem, ja sogar zu etwas Erstrebenswertem in unsere Gesellschaft wird, ist unsere Ziel erreicht. Nirgends ist dieser Anfang besser gemacht als mit einer Integrationsarbeit mit jungen Menschen, eine Selbstverwirklichung in die „Tat“ umzusetzen, damit sie diese Erfahrung auf ihren Lebensweg mitnehmen können.


Diese erste Planungsphase wurde schließlich auf Wunsch von Fr. Schwarzenböck abgeschlossen, weil die „Quali-“ Prüfungen anstanden und eine gezielte Vorbereitung auf diese für alle Beteiligten von größter Wichtigkeit war.


Der Auftritt

Der gewünschter Auftritt einiger Schüler fand statt im Rahmen des Jugendfestivals Hamma Happening /Schülerschätze: (siehe eigener Bericht)

Eine sehr günstige Gelegenheit, dieses Projekt einem erweiterten Publikum näherzubringen, ergab sich, nachdem der KJR Miesbach / JugendPerspektiveArbeit vom Bürgermeister der Gemeinde Fischbachau, Herrn Josef Lechner, gebeten wurde, im Rahmen der 12 Stunden Mountainbike Weltmeisterschaft das Festzelt am letzten Veranstaltungstag (1.08.2009) mit einem Jugendfestival zu beleben. Ein echter Glücksfall, denn die „Haushamer Stories“ während der Schulzeit als eigenes Event aufzuführen, wäre zu aufwendig geworden, zumal es für eine eigenständige Aufführung zu kurz gewesen wäre.

 

 

2006/2007

Wichtigste Kontaktpersonen:

  • Dieses Projekt wurde geleitet und auch durchgeführt von dem sehr engagierten Hauhamer Hauptschullehrer Gerd Klante.

 

Teilnehmer:

  • 27 Schülerinnen und Schüler der Hauptschule Hausham, Jahrgangsstufe 8 und 9 (vgl. Teilnehmer-Verträge). Die Schüler sind gefährdet, den Qualifizierten Hauptschulabschluss nicht zu erreichen. Die meisten dieser Schüler haben Migrationshintergrund.

 

Beginn:

  • Projektdauer der Praktikas jeweils 8 Wochen pro Jahrgangsstufe

 

Umfang der Tätigkeit:

  • Jeweils 2 Stunden/ Woche, 2 x 8 Wochen Praktikas

 

Inhalte:

  • Die Schüler haben drei Berufe genannt, die sie gerne ausführen würden: Mechatroniker, Bäcker und Friseur
  • In jedem Beruf wurde ein Meister gesucht, der jeweils eine Gruppe von Schülern in einem speziellen Praktikum fördert.
  • Die Mechatroniker arbeiten in einer KFZ-Werkstatt unter Anleitung eines KFZ-Meisters an einem alten Auto, um es wieder flott zu machen.
  • Die Bäcker stellen in einer Bachstube ebenfalls unter Anleitung eines Bäckermeisters Brezen, Semmeln und Brot her.
  • Die Friseure waschen und schneiden unter Anleitung einer Friseur-Meisterin in einem Friseur-Salon Mitschülern die Haare.
  • Die Schüler leisten das Praktikum einmal pro Woche 2 Stunden lang in ihrer Freizeit ab.
  • Nach dem Praktikum erhalten die Schüler – sofern sie an allen Tagen am Praktikum teilgenommen haben – ein Zertifikat über die Teilnahme, die Tätigkeit und das Engagement, unterschrieben vom jeweiligen Meister.
  • Im Anschluss wird ein Job-Pate eingeschaltet, der mit Hilfe des Zertifikats für den jeweiligen Schüler eine passende Lehrstelle sucht.

 

Ergebnis:

  • Alle drei Projektsparten wurden abgeschlossen.
  • Die Teilnehmer waren hoch erfreut über das Projekt, weil es ihnen gelungen war, für ihr renoviertes Auto sogar einen Käufer zu finden.
  • Auf dem Berufs-Info-Tag in der Realschule am 12.3.07 sind der Werkstattmeister und die Friseurmeisterin sowie die Teilnehmer aus den verschiedenen Sparten (KFZ, Friseur, etc.) auf dem Infostand vom JuPeA vertreten gewesen, zusammen mit ihren Kollegen aus anderen JuPeA Projekten. Aufgrund dieses Projektes ist es der Hauptschule Hausham gelungen, ein Nachmittagsbetreungsprogramm zu initiieren.
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