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Aktivitäten 2009/2010


Ansprechpartner vor Ort:

 

  • Schulleiter und Klassenleiter : Manfred Kreuzmayr

  • Konrektorin und Klassenleiterin: Ute Landthaler

 

Daten:

 

  • Schüler der Abschlussklasse 9 , circa 17 Schüler

  • Freiwillige Teilnahme einige Schüler der 8. Klasse mit berufswahlfördernden und/ oder kreativ-gestalterischen Projekten ihrer Wahl


Regelmäßige Termine in der Schule:

 

  • Einmal wöchentlich in der Schule (2 Stunden)

  • Viele vereinbarte Treffen in unseren Projekträumen zur Vorbereitung der Lehrstellenbewerbung (Nachhilfe, Bewerbungsmappen etc.)

  • Viele Termine in unseren Projekträumen zur Realisation und Durchführung der kreativen Projekte



Zusammenfassung der Kooperation

Seit einigen Jahren sind wir an der Hauptschule Neuhaus mit unserer Jugendarbeit präsent, so dass uns die Schulleitung und die meisten Lehrer des Kollegiums vertraut sind. An dieser Stelle möchten wir uns bei Schulleiter Manfred Kreuzmayr, Konrektorin Ute Landthaler, dem Kollegium, einfach der gesamten Schulfamilie, für die Aufnahme, für ihr Vertrauen und ihre Hilfsbereitschaft bedanken. Unsere Arbeitsweise, unsere Erfolge, aber auch die Herausforderungen, diese Schüler beim Übergang zum Berufsleben zu begleiten, sind ihnen geläufig.. Weil unsere Projekträume räumlich sehr nahe bei der Schule liegen, ist eine noch tiefere Intensivierung der Arbeit als bei anderen Schulstandorten, vor allem in der Häufigkeit der Begegnungen mit den Schülern, gegeben. Spontane Treffen, die zu einem sinnvollem und produktiven Endergebnis führen, sind dadurch möglich (wie z.B. beim Erstellen von CD-Produktion oder der Grafitti-Bühnenbilder).

 


Klassenprojekt der 9. Klasse „Media and Print“ für die Homepage der Hauptschule Schliersee in Neuhaus


Am Anfang des Schuljahres fand ein Treffen mit der Klassenleiterin, Frau Ute Landthaler statt. Sie hatte den Wunsch, bei ihrem Klassenprojekt „Media und Print“ unterstützt zu werden. Das Projekt mit ihrer 9. Klasse sollte folgendermaßen aussehen:


  • Die Sprachkompetenz in Deutsch sollte erhöht werden

  • Beiträge für einer Homepage-Seite der Schule mit Beiträge der Schülern sollten erstellt werden

  • Kleine Arbeitsgruppen sollten gebildet werden, die gesondert vom Rest der Klasse intensiv an einem von Frau Landthaler vorgegebenem Thema arbeiten sollten

  • In diesen Gruppen könnten sich auch Schüler befinden, die eines Coachings bedürften mit der Zielstellung:

  • Erhöhung des Selbstwertgefühls

  • Einüben von Teamfähigkeit

  • Konzentration der Teilnehmer

    Eines dieser Themen war „Haben Hauptschüler die gleichen Chancen auf dem Arbeitsmarkt wie andere Schüler?“

    Dieses Thema, anfangs relativ passiv und gleichgültig behandelt, erhielt während unserer Gespräche immer größere emotionale Brisanz. Es wurde irgendwann sogar geweint und beklagt, dass auf Hauptschüler herabgeschaut würde. Durch intensive Reflexionsgespräche, aber besonders durch Rollenspiele, haben wir uns zum Ziel gesetzt, eine neue „Perspektive“ zu gewinnen. Danach konnten wir zurückfinden auf eine Ebene der Ausgeglichenheit, um einen rationalen und interessanten Artikel zu schreiben.

Unsere Vorgehensweise bestand darin, während dieser Aktivitäten die Schüler mit berufswahlorientierten Hilfestellungen zu unterstützen.

 


Klassenprojekt: Kurzfilm „Wir sind doch nicht doof, oder!?“


Andere Schüler wurden in Kleingruppen eingeteilt, um sie auf ihre Abschlussprüfungen und die Suche nach Lehrstellen zu motivieren. Dabei fanden viele Freude und Befriedigung bei unseren Rollenspielen. Die Schüler konnten irgendwann lachen, zumindest schmunzeln, über ihre Sorgen, oder sie zum ersten Mal aus einer anderen Warte wahrnehmen. Sie entschlossen sich auf Grund ihrer guten Erfahrungen mit Rollenspiele, einen kleinen Film zu drehen. Einige in der Klasse verfügten über gute Kompetenzen im Bereich Computer-Technik und Schnittprogrammen am PC, so dass wir mit Frau Landthaler’s Einverständnis in unseren Projektstunden einen Film abdrehen konnten. Er wurde in deren Freizeit auch von Schülern fertig geschnitten, die sich zum ersten Mal an ein Schnittprogramm gewagt hatten.

 


Jugendfilm „Dancing Queen“


Es half natürlich, dass einige ehemalige Schüler, denen wir in den vergangenen Jahren zu Lehrstellen und/oder zu positiven Persönlichkeitsveränderungen verholfen hatten, sich anboten, in ihrer Freizeit in die Schule zu kommen, um Projekthilfe zu leisten, weil die Erfahrungen, die sie mit uns gemacht hatten, nachhaltig positive Auswirkung auf ihr Leben hatten .

Auch nach dem Ende der Schulzeit und dem Eintritt in ihre jeweiligen Berufsausbildungen haben wir noch regen Kontakt zu vielen dieser Jugendlichen. Sie besuchen uns aus eigenem Antrieb an ihren freien Tagen, fragen, ob sie bei der „neuen“ 9. Klasse mithelfen können. Manche begleiten uns zur Schule, um von ihren Erfahrungen zu berichten oder den Schülern gute Ratschläge zu geben. Sogar Jugendliche, die vor 2 oder 3 Jahren die Schule abgeschlossen haben, finden ihren Weg zu uns, um mitzuhelfen. Viele machen sogar Vorschläge, so z.B. mit Drehbüchern oder sonstigen Projekten, die sie selbst zur Vorlage erarbeitet haben.

In diesem Rahmen, begleitete uns eine Azubi mit einem von ihr selbstgeschriebenes Drehbuch, mit folgender Aussage an die Schüler:

„Ich war auch nicht so gut in Deutsch, aber ich habe gelernt, an mich zu glauben, und auf einmal konnte ich schreiben. Ich war so schüchtern, dass ich niemals vor anderen Leuten mein Mund aufmachen konnte. Aber ich habe gelernt, dass jeder wertvoll ist. Jetzt bin ich die Hauptdarstellerin in meinem Film. Das könnt ihr auch…und ich bin auch ‚nur’ Hauptschülerin“

Im laufenden Schuljahr 2008/2009 arbeiten wir an diesem Jugendfilm, einer sowohl autobiografischen wie fiktiven Geschichte über ein Mädchen mit Ernährungsstörungen. Schauplatz des Geschehens ist die Schule, hauptsächlich die 9. Klasse mit Frau Landthaler als Klassenleiterin und den anderen Lehrern als weitere Akteure. Mit Einverständnis der Klassenleiterin drehten wir während der Unterrichtsstunden. Die ganze Klasse war eingebunden in die Problematik. Wichtig für uns bei diesen Aktivitäten ist immer, den Bezug zur Berufswelt zu finden, in dem die Jugendlichen lernen, z.B. schriftliche Aufgaben, die für alle Projekte nötig sind, fehlerlos und exakt durchzuführen. Sie werden angehalten, selbst bei der Planung, Budgetierung und Durchführung ihrer Projekte mitzuarbeiten und Verantwortung zu übernehmen, damit sie dann diese praktischen Kenntnisse in ihre Ausbildungsverhältnisse einbringen können.


Gesetzte Ziele:

 

  • Wie geht man systematisch und zugleich kreativ mit den modernen Medien (Computer, Foto, Video und Film) um: Habe ich schon die nötigen Kompetenzen? Welche fehlen mir?

  • Wie können diese Kompetenzen wie auch soziale Kompetenzen eingesetzt werden, um eine kreatives Schulprojekt zu verwirklichen?

  • Welche dieser Erfahrungen wären sinnvoll für meine Berufsleben?

  • Wie stehe ich zu meiner Gesundheit, meiner Ernährung? Sind mir die Konsequenzen klar, wenn ich gegen alles opponiere, auch gegen meinen eigenen Körper?

  • Bin ich flexibel wenn Pannen eintreten, Kann ich ein Zeitplan einhalten?

Da dieser Film eine lange ausgearbeitete Geschichte umspannt, wird immer noch an der Handlung gefeilt und Szenen werden hinzugefügt. Ein Langzeitprojekt ist auch nötig, um Kontinuität und einen Rahmen für Geschichten zu schaffen, die das Leben der Jugendlichen selbst schreibt.

 

Bau einer Weihnachtskrippe mit modernen Figuren

Im letzten Schuljahr, besuchte die 8. Klasse mit ihrem Klassenleiter und Rektor Herrn Manfred Kreuzmayr eine unserer Ausstellungen in den Aktionsräumen. Den Schülern wurde unserer Arbeitsweise erklärt, insbesondere in Bezug auf die Berufe, die sie anstreben. Nach unserer Frage, ob sie sich ein eigenes Projekt vorstellen könnten, meldeten sich drei Jugendliche, die Schreiner werden wollten. Sie schlugen vor, eine Weihnachtskrippe aus Holz zu entwerfen im traditionellen bayerischen Stil, die sie auch mit viel Sinn für Details selbst herstellten. Dazu wollten drei Mädchen Krippenfiguren herstellen, die das Moderne darstellen sollten, betont durch die Bekleidung (Baseballcaps etc.) und mit dem dazugehörigen Zubehör (Handys, Lab Tops etc.) der heutigen Zeit.

Die Krippe wurde zuerst in der Aula der Schule ausgestellt, dann in Foyer des Pfarrheims St. Josef, Neuhaus, während der gesamten Weihnachtszeit. Sie wurde oft bewundert für ihre Originalität und die gelungene Handwerksarbeit.

Sehr viele Schüler dieser Klasse meldeten sich danach mit ihren Wünschen, selbst zu gestalten, was Thema im Projektbericht des nächsten Jahres sein wird.

Vielen Dank an Frau Sabine Mack für ihre mühevolle Anleitung bei der Fertigung der Tonfiguren, das Nähen der Bekleidung und ihre einfühlsame Art, mit den Jugendlichen umzugehen.

 

 

2007/2008

Ansprechpartner vor Ort:

  • Schulleiter: Manfred Kreuzmaier
  • Konrektorin: Ute Landthaler
  • Klassenlehrer: Klaus Zott

Daten:

  • Freiwillige Teilnahme der Schüler der Abschlussklasse 9 (die meisten nahmen teil),  - circa 15 Schüler

Regelmäßige Termine in der Schule:

  • Einmal wöchentlich in der Schule (2 Stunden)
  • Viele vereinbarte Treffen in unseren Projekträumen zur berufsbegleitenden  Unterstützung (Nachhilfe, Bewerbungsmappen etc.)
  • Viele Termine in unseren Projekträumen zur Realisation und Durchführung ihrer kreativen Projekte

Kooperationspartner:

Das Interesse von Kooperationspartner bei diesem Projekt und ihre Bereitschaft uns zu helfen war enorm. Hier die Liste der Beteiligten:

  • Projekt Kooperation für DJU/ Finger-Skate Park: Andres Mack, Metallingenieur
  • Projekt Plakat „Unsere Berufe“: Cornelia Heinzel, Malerin
  • Kooperationspartner für Ausstellung im Krankenhaus Agatharied: Martin Guggemos, Vorstand im Kreisjugendring Miesbach
  • Besuch bei Miesbacher Merkur: Frau Adam
  • Kooperationspartner für Ausstellung in der Zentrale des Erzbischöflichen Jugendamts München-Freising, München: Jürgen Batek, Kath. Jugendstelle, Miesbach
  • Kooperationspartner für Förderung von Integration mit behinderten Jugendlichen: Bezirksjugendring Oberbayern, Förderungsmaßname
  • Kooperationspartner für Förderung von Integration mit behinderten Jugendlichen: Lebenshilfe Miesbach, Herr Rudolf Maier-Kleeblatt
  • Kooperationspartner für die Begegnung mit behinderten Jugendlichen und Kindern: Tagesstätte, Hausham: Frau Schmitz
  • Kooperationspartner für die Förderung von Integration mit behinderten Jugendlichen: Grafik Kaufmann, Miesbach (pro bono Poster, Flyer, Pressearbeit)
  • Kooperationspartner für Förderung von Integration mit behinderten Jugendliche: Schüler der Hauptschulen Fischbachau, Hausham, Rottach-Egern
  • Kooperation Pfarrzentrum Neuhaus, Christoph Mädler: Saal für Aufführung und Proben (pro bono)

 

 

Zusammenfassung der Kooperation

Seit vielen Jahren sind wir an der Schule Neuhaus mit unserer Jugendarbeit präsent, so dass uns die Schulleitung und viele Lehrer im Kollegium vertraut sind .Unsere Arbeitsweise wie auch unsere Erfolge, aber auch die Herausforderung, diese Schüler ins Berufsleben zu begleiten, sind ihnen bekannt. Weil unsere Projekträume räumlich sehr nahe an der Schule liegen, ist  eine noch tiefere Intensivierung in der Arbeit, vor allem in der Häufigkeit der Begegnungen mit den Schülern, möglich. Spontane Treffen, die zu einem sinnvollem und produktiven Endergebnis führen, sind dadurch möglich (wie z.B. beim Erstellen der Grafitti- Bühnenbilder).

Als Erstes sollten wir bei diesem Projekt die tragende Rolle des Klassenleiters, Herrn Klaus Zott, hervorheben, vor allem bei den Vorbereitungen zu den Abschlussprüfungen mit wirklichen beeindruckenden Endergebnissen. Alle bis auf einen der Schüler, die zum Qualifizierten Schulabschluss angetreten sind, haben die Prüfung geschafft und haben eine Lehrstelle erhalten. Ohne Herrn Zotts Einsatz, der weit über seine normalen Lehrerpflichten ging, wäre dies nicht möglich gewesen. Auch in der Phase unsere Zusammenarbeit war Herr Zott sehr hilfreich und kooperativ. Am Anfang des Schuljahres war er sehr betrübt über den Leistungswillen seiner Klasse, wie auch über die geringe Zahl der bis dato in Lehrstellen untergebrachten Schüler. Wir waren uns einig, dass unser erstes gemeinsames Ziel mit den Schülern folgendermaßen aussehen sollte:

  • Erhöhung des Selbstwertgefühls
  • Einüben von Teamfähigkeit
  • Konzentration der Teilnehmer auf das Ziel, ein Projekt ihrer Wahl zu konzipieren und zu realisieren

Unsere Vorgehensweise bestand darin (siehe Fischbachau), während dieser Aktivitäten die Schüler mit berufsorientierenden Hilfestellungen zu unterstützen.

Berufsorientiertes Medien-Projekt: DJI- Digitale Jugend Information

Gesetzte Ziele:

Wie geht man systematisch und zugleich kreativ mit den modernen Medien (Computer, Foto, digitales Design, Handy mit den vielen Funktionen, Video und Film) um: Habe ich schon die nötigen Kompetenzen? Welche fehlen mir?

Wie können diese Kompetenzen, wie auch soziale Kompetenzen eingesetzt werden, um eine kreatives Schulprojekt zu verwirklichen?

Welche dieser Erfahrungen wären sinnvoll für meine Berufsleben?

Verlauf:

Die Schüler hatten den Wunsch, eine Firma zu gründen, um ein Gefühl zu bekommen für das „echte Leben“: Es sollte eine Mischung aus Event-, Veranstaltung- und Medienagentur werden, um die Vielfalt ihrer kreativen Ideen in die Tat umzusetzen.

Sie erreichten folgende Ergebnisse:

  • Termin beim Miesbacher Merkur bei einer Journalistin, um ihr Vorhaben vorzustellen. Ein informativer Zeitungsartikel wurde veröffentlicht.
  • Konzeption und Realisierung einer Fotoausstellung zu diesem Thema im Februar 2008 im Foyer des Krankenhauses Agatharied. Schulleiter Manfred Kreuzmaier, Klassenlehrer Klaus Zott, Fachlehrern Margot Treu, sowie Eltern, Geschwister und Freunde der Schüler sind zahlreich erschienen. KJR Vorstandsmitglied Martin Guggemos hat diese Ausstellung ermöglicht. Patienten der Klinik haben sich über die willkommene Abwechslung gefreut.
  • Auf Grund des Erfolges hat Jürgen Batek von der katholischen Jugendstelle Miesbach, der auch in der Vorbereitungsphase tatkräftig mitgeholfen hat, eine Einladung zur Wiederholung dieser Fotoausstellung zum 60järigen Galafest des Erzbischöflichen Jugendamtes in München ermöglicht. Bei diesem Anlass wurden dem Projekt auch eine Auszeichnung und ein Preisgeld verliehen.
  • Am Ende des Schuljahres konnten wir mit Freude  fest stellen, dass alle bis auf einen Schüler den Quali bestanden hatten, die meisten Lehrstellen (auch über unsere Empfehlungen) hatten oder in weiterführenden Schulen untergebracht waren.
  • Nach dem Ende des Schuljahres und auch nach dem Eintritt in ihre jeweiligen Berufsausbildungswege haben wir noch regen Kontakt zu vielen dieser Jugendlichen. Sie besuchen uns aus eigenen Antrieb an ihren freien Tagen, fragen, ob sie nun  mit der „neuen“ 9. Klasse mithelfen können, manche begleiten uns zur Schule, um von ihren Erfahrungen zu berichten oder den Schülern gute Ratschläge zu geben. Sogar Jugendliche, die vor 2 oder 3 Jahren die Schule abgeschlossen haben, finden ihren Weg zu uns, um mitzuhelfen. Viele machen sogar Vorschläge, wie z.B. mit Drehbüchern oder sonstigen Projekten, die sie selbst zur Vorlage erarbeitet haben.

 

Im laufenden Schuljahr 2008/2009 arbeiten wir an einem Jugendfilm über ein Mädchen mit Ernährungsstörungen. Schauplatz ist die Schule, die Akteure sind ihre ehemaligen Lehrer. Die ganze Klasse soll eingebunden werden. Wichtig für uns bei diesen Aktivitäten ist immer, den Bezug zur Berufswelt zu bilden, in dem die Jugendlichen lernen, z.B. schriftliche Aufgaben, die für alle Projekte nötig sind, fehlerlos und exakt durchzuführen. Sie werden angehalten, selbst bei der Planung, Budgetierung und Durchführung ihrer Projekte mitzuarbeiten, damit sie dann diese praktischen Kenntnisse in ihren Berufen einbringen können. Auch bei der Erstellung dieses Berichtes und den nötigen Fotodateien haben Jugendliche freiwillig mitgeholfen.

 

 

2006

Wichtigste Kontaktperson vor Ort:

  • Maria Prehm, Klassenleiterin
  • Sehr aktive Zusammenarbeit mit und Unterstützung von beiden Rektoren Manfred Kreuzmayr und Ute Landthaler. Bereits beim Vorläuferprojekt „Begleitung und Betreuung – Fit für Ausbildung“, gefördert aus dem EU-Sozialfonds, haben Sie die Arbeit mit benachteiligen Jugendlichen an dieser Schule verfolgt und begleitet.
  • Kooperationspartner aus der Wirtschaft: Herr Dimitri Nikitopoulos, Hoteldirektor, Hotel Alpenclub, Schliersee


Teilnehmer:

  • 17 von 20 Schülern (nach dem Prinzip der Freiwilligkeit), vgl. Namensliste

 

Tätigkeitsschwerpunkte:

  • Begleitung in den Beruf (Hilfe bei der Auswahl und Suche von Lehrstellen, ggf. Unterstützung beim Übertritt auf höhere Schulen)
  • Erhöhung von soft und hard skills, die für alle Berufe und Ausbildung nötig sind, und in den normalen Unterrichtsstunden nicht mit der nötigen Intensität gefördert werden können.
  • Formierung einer Intensiv-Coaching-Gruppe, auch außerhalb der Schulzeit
  • Einstellungswandel bzgl. der eigenen Situation, der schulischen Lage sowie der Position in der Klassengemeinschaft, der beruflichen Zukunft, der Einstellung zum Lernen sowie zu den notwenigen schulischen Leistungen.


Beginn:

  • Mitte Okt. 2006

 

Umfang der Tätigkeit:

  • Viele Vorbereitungsgespräche mit Schulleitung und Klassenleitung, Fachlehrern
  • Mehrmaliges Erscheinen im Unterricht
  • viele Einzeltreffen mit Gruppe
  • mehrere Besuche im Hotel Alpenclub
  • Treffen mit Eltern, Treffen mit Fachhelfern
  • gemeinsames Suchen nach Dekor-Material
  • Sehr bewegend waren die viele Einzelgespräche mit demotivierten Teilnehmern („Wen interessiert das, was wir Hauptschüler tun“; „Wird eh nichts, weil wir doch nichts gescheites können, außer die Liegengebliebenen zu sein“; „Kommt eh niemand Wichtiges zu uns Hauptschüler“; „Bei uns ist noch nie was cooles passiert, nur auf der Real oder Gymmie“;  Etc.) Hier stand im Mittelpunkt, einen Einstellungswandel zu erreichen.

 

Inhalte:

  • Konzeption, Vorbereitung und Durchführung der Auftaktsveranstaltung für das gesamte Projekt, um es im Landkreis vorzustellen. Vertreter von Schule, Wirtschaft, Kirche, Eltern und Presse wurden eingeladen und sind auch gekommen.
  • Jeder Schüler wurde je nach seiner zukünftigen Berufswahl einem Bereich zugeordnet, um mit „Profis“ ein professionelles „Produkt“ erstehen zu lassen – sollte evt. auch zu Vermittlung von Lehrstellen führen, oder aber, um herausfinden, ob man für diesen Beruf wirklich geeignet ist. Sehr oft war festzustellen, dass bei vielen Teilnehmern Arbeitsvorgänge und Kommunikationsvorgänge sehr unterentwickelt waren.

Köche und Gastronomie: 4 Teilnehmer

In Kooperation mit dem 4 Sterne Hotel Alpenclub in Schliersee wurde ein Festessen geplant, vorbereitet, gekocht, serviert und aufgeräumt. Ein Besuch im Hotel war dem vorgeschaltet. Sehr genaue Anleitungen im Bereich Kochen und Service wurden erteilt. Alle Teilnehmer sind in ihren gewünschten Berufen, einer ist auf einer weiterführenden Schule.

Raumausstatter, Friseusen, Landwirtin: 5 Teilnehmerinnen

Die gesamte Aula wurde mit einem Thema, den die Schüler selbst erarbeitet haben dekoriert. Thema: „Die Natur ist uns wichtig, weil sie innerlich wie auch äußerlich ein wichtiger Teil von uns ist. Sie ist unsere wirkliche Heimat. Sie ist seit unsere Kindheit unsere Treue Begleiterin, auch im Berufsleben“.

Daraufhin konstruierten sie große Landschaften, geprägt durch ihre eigene Symbolik in der Aula, auch für die Kollegen in der Gastronomie, aus selbstgesammelten Naturmaterialien, die über einen aus Tüchern gestalten Fluss (symbolisch für die Lehr- und Ausbildungszeit) in den „Ozean des Lebens“ führte. Eine sehr kreativ-aufwendige, optisch wie auch inhaltlich gelungene Arbeit. Extrem gut geeignet um bereits vorhandene soft und hard skills anzuwenden und Schwächen zu erkennen und verbessern. Wichtig für die Gruppendynamik der Klasse, die bis dahin nicht gut war: „Wir sind nur die hängengebliebenen Hauptschüler“. Eine Teilnehmerin hat ihr gewünschter Beruf, eine besucht eine höhere Schule, drei sind auf der Hauswirtschaftsschule.

Technik und Handwerk (Elektriker, Ofensetzer, Landschaftsgärtner): 6 Teilnehmer

Diese Gruppe erarbeitete einen Licht- und Tontechnik-Plan für die Aula und den Außenbereich mit einem „Profi“-Veranstaltungstechniker. Sie organisierten den Transport der vielen aufwendigen Technik, bauten alles selbst auf, sorgten während der Veranstaltung für kreatives Licht und einwandfreien Ton. Diese Gruppe arbeitet nun in ihren gewählten Berufen.

Computer Technologie (Mechatroniker, Bürokaufleute): 3 Teilnehmer

Eine Computer-Präsentation wie auch bereits gedrehte Jugendfilme wurden unter der Anleitung des IT Fachlehrers in einem eigens vorbereiteten Raum den Gästen vorgeführt. Aus dieser Projektgruppe entstand am Ende des Schuljahrs ein lustiger, gut gestalteter Kurzfilm von ihrer Abschlussfahrt. Zwei arbeiten in ihren Berufen, einer sehr aktiv in seiner Freizeit.

  • Es fanden auch viele Gespräche mit ehemaligen Hauptschülern statt, die es „geschafft“ hatten, erfolgreich zu sein. Diese arbeitsorientierten Maßnahmen galten für alle Gruppen.


Ergebnis:

  • Die Schüler, wie auch die Schulleitung waren sehr erfreut, wie die Schüler bei diesem Projekt „über sich hinaus wachsen“ konnten.
  • Alle negativen Ansätze, die am Anfang so dominant waren, wurden beseitigt.
  • Sogar Schüler, die am Anfang sehr passiv reagierten, machten plötzlich freiwillig mit.

Aus dieser sehr gelungenen Veranstaltung, die sehr viel Lob einbrachte (siehe Zeitungsbericht) entwickelte sich die Coaching und Skills-Intensivgruppe

 

 

Coaching und Skills-Intensivgruppe

Wichtigste Kontaktpersonen:

  • Projektleiterin
  • Fachpersonal für Nachhilfe
  • Fachpersonal für Filmarbeit
  • Eltern

Begegnung mit Vorstandsmitgliedern vom KJR 


Teilnehmer:

  • 15 Hauptschüler aus Schliersee und Fischbachau

 

Beginn:

  • Mitte Januar bis zu Abschluss

 

Umfang der Tätigkeit:

  • regelmäßig 2 Mal die Woche, 2-3 Stunden
  • bei sehr schwierigen Fällen öfter

 

Inhalte:

  • Wöchentliches Erlernen und Üben einer für ihren Beruf benötigten Kernkompetenz: z.B. Kochen, Tischdekorieren, Renovierungsarbeiten, Computerkompetenzen
  • Nachhilfe für laufenden Unterricht: Interesse und Grundwissen erhöhen, einmal wöchentlich pro verschiedene Fächer.
  • Während der gesamten Laufzeit: Prüfungsvorbereitung für laufende Prüfungen, für den Qualifizierten Hauptschulabschluss sowie für die mündlichen Prüfungen
  • Aktive Hilfe bei der Suche und Vermittlung von Lehrstellen
  • Aktive Hilfe bei Erstellung von Bewerbungsunterlagen, um attraktive und professionelle Vorlagen zu erarbeiten. Bei Bedarf fand dies auch kurzfristig am Wochenende statt.
  • Training für Bewerbungsgespräche vor ihren jeweiligen Bewerbungsgesprächen
  • Anleitung zur Verbesserung des persönlichen Erscheinungsbildes
  • Coaching in Richtung präventiver Maßnahmen im Bereich Gesundheit und Sucht
  • Coaching über Beziehungen in der Familie, Schule, Gemeinde, vor allem im Freundschaftskreis
  • Erstellung von zahlreichen Powerpoint-Präsentationen (auch zu Förderung im Bereich Fremdsprachen) und einem Kurzfilm über die Auftaktveranstaltung
  • Integrationsbegegnungen mit Schülern andere Schularten
  • Hilfe bei der Renovierung der Projekträume
  • Erstellung eines Teilnahmezertifikates und einer Beurteilungsurkunde, verwendbar bei Bewerbungsvorgängen
  • Beratung mit Klassenleiterin
  • Mediation bei Eltern/Kind-Konflikten oder Konflikten mit anderen Teilnehmern
  • Schöne Abschlussfeier mit denjenigen, die es in Ausbildung „geschafft“ haben
  • Trost für die mit enttäuschenden Ergebnissen (nach eigenen Aussagen alle selbst verschuldet)
  • Erarbeitung einer Projekt-Homepage
  • Schreiben von Eigenberichten zu diesem Projekt (teilweise in Powerpoint)
  • Erstellung eines Buffets für eine Kreisjugendring-Vorstandsversammlung in den Projekträumen

 

Ergebnis:

  • Die Arbeit mit dieser Gruppe war sehr intensiv. Jedoch in Anbetracht des Zustandes, in dem manche Teilnehmer sich zu Beginn des Projektes befanden, konnte ihnen gar nicht anders geholfen werden. Bei jedem Teilnehmer war am Ende eine deutliche Verbesserung zu verzeichnen.
  • Von dieser Gruppe haben bis auf drei Mädchen (zwei in EQJ, eine in weiterführender Schule aufgrund guten Notenschnitts), alle eine Lehrstelle (teilweise ihre „Traumlehrstellen“, vgl. hierzu die eigenen Aussagen). Drei davon haben wir direkt vermittelt. Zu allen Teilnehmern haben wir ein sehr herzlichen und aktiven Kontakt: Ganz besonders aufmunternd war ein Teilnehmer, der den Wert des Projektes erst nach Antritt seiner Lehrstelle überrissen hat und dies auch uns schriftlich mitgeteilt hat. Er gehörte zu den aller schwierigsten.

 

 

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