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Aktivitäten 2009/2010


Ansprechpartner vor Ort:

  • Rektor Karl Müller

  • Konrektor Christian Müller

Regelmäßige Termine in der Schule:

  • einmal wöchentlich Unterrichtsstunde in der 8.Klasse; Klassenleiter Herr Christian Müller

  • einmal wöchentlich (2 Stunden) Projektarbeit im Schinner- Haus

  • Nachhilfe und/ Gespräche mit Schülern nach Bedarf (mehrere Stunden wöchentlich in der Prüfungsphase)

  • Proben und Tanztraining vor Auftritten

Daten:

  • Schüler der 8. Klasse: 25

  • Anzahl der Teilnehmer Projektgruppe Schinner Haus: ca. 20 (ständig wechselnd) der Klassen 6 bis 10M der Hauptschule Rottach-Egern

Kooperationspartner vor Ort

Dieses Projekt wird durchgeführt mit Andi Rinn, Leiter des Jugend- und Kulturzentrums pl@net X Tegernsee (Träger: Kreisjugendring Miesbach)

Seine Mitarbeit ist unendlich wertvoll. Ohne ihn hätten wir nie diese starken, kreativen und zugleich pädagogisch so positiven Ergebnisse erzielt. Vielen Dank!

Unser Dank geht auch an den ebenfalls sehr „kreativen“ und beliebten FSJ-Dienstleistenden an der Hauptschule Rottach-Egern, Hansi Maichel.

 


Vorbemerkungen zur Zusammenarbeit: Ankerpunkte setzen, Erarbeiten von Kompetenzen der Schüler durch unser turnusmäßiges Erscheinen im Regelunterricht

 

 

An dieser Stelle möchten wir uns bei der Schulleitung der Hauptschule Rottach-Egern bedanken, besonders bei unserem Kontaktlehrer Konrektor Christian Müller, der uns größte Unterstützung und Vertrauen entgegenbrachte und uns, auch wenn es mal nicht so ‚lief’, mit viele Lob und Aufmunterung unsere Freude am Projekt bewahren half. Ohne diesen beachtlichen Rückhalt wären die erzielten Ergebnisse nicht möglich gewesen. Als Klassenleiter der 8M bat uns Herr Müller ausdrücklich um eine turnusmäßige Teilnahme am Unterricht, weil er eine Konstante, immer wiederkehrende und zuverlässige Begegnung mit den beteiligten Schülern für einen Eckpfeiler, einen Ankerpunk gelungener Jugendarbeit hält. Wir können ihm nur uneingeschränkt zustimmen. So wurde jede Woche eine Unterrichtsstunde für uns reserviert, um die Kompetenzen der Schüler in Anwesenheit des Klassenleiters in vielfältiger Hinsicht anzusprechen und zu fördern. Diese Methode erscheint uns vorbildhaft für gelungene Integration unserer Projektarbeit in den Regelunterricht.



Folgende Ergebnisse wurden erzielt:

  • Betriebspraktikum einer Schülerin mit dem Berufswunsch Grafikerin in unserem Büro; sie erstellte in einer Woche die Homepage von JugendPerspektiveArbeit

  • Hilfe bei ihrer Schülerfirma „Mittagessen im Schinner- Haus“: Die 8. Klasse wollte damit für ihre Klassenfahrt Geld verdienen, indem sie eine Catering-Firma gründete und selbstständig Mittagessen für alle essensangemeldeten Schüler der Hauptschule bereitstellte

  • Kennenlernen von Fähigkeiten, die für das Berufsleben unerlässlich sind.

  • Erlernen, dass man Zusagen bei einem gemeinsamen Unternehmen verantwortungsvoll einhalten muss

  • Erlernen von „hard skills“, die für eine Unternehmungsführung nötig sind: Grafik Kenntnisse am PC, Buchhaltung, Kochen, Ordnung halten am Arbeitsplatz etc.

  • Nachhilfe über mehreren Wochen mit 3-5 Schülern in GSE als Vorbereitung für Prüfungen; eine Aufbesserung der Noten ist gelungen

  • Viele Gespräche mit Schülern, die sich Mobbing und Intrigen ausgesetzt fühlten

  • Erhöhung des Selbstwertes bei Schülern, deren Geschwister beispielsweise auf „höheren“ Schule waren. Sie fühlten sich als „nur Hauptschüler“

  • Erlernen, bei Gruppendiskussionen Meinungen anderer zu akzeptieren

  • Bildung einer Singgruppe aus 7 Mädchen „Seven Footprints“: „Wir wollten immer schon eine coole Singgruppe sein“ –Auftritt in Neuhaus im Mai 09 bei Multimedia Gottesdienst „FlutLicht“ vor großem Publikum

  • Bildung einer Theatergruppe „Arthur’s Vision“, die das nächste Schulprojekt plant und organisiert

 


Das „Schinner-Haus“ mit Leben erfüllen: Projekt zur Förderung von integrativen und kreativen Maßnahmen bei Jugendlichen mit Migrationshintergrund


Nachdem es uns in den vergangenen Jahren gelungen ist, ,Schüler mit Migrationshintergrund durch kreative Jugendarbeit zu integrieren und einem Berufsleben zuzuführen, betraute uns die Schulleitung wiederum mit dieser integrativen Projektaufgabe, unsere Bemühungen fortzuführen.

Das neu renovierte „Schinner-Haus“, ein Anwesen, das neben dem Hauptgebäude der VS steht und zur Durchführung von Aktivitäten nach dem Unterricht konzipiert wurde, konnten wir mit kreativen und berufsausgerichtet sinnvollen Projekten beleben. Manche Teilnehmer dieser Projektgruppe sind Jugendliche, welche dringend Führung und Begleitung brauchen.


Profil der Teilnehmer

  • Schüler, die durch Einsatz in ihrer Freizeit eine Möglichkeit sehen, ihre Chancen bei Bewerbungen um Lehrstellen zu erhöhen, weil sie zur Bestätigung ihres Engagements von uns ein Empfehlungsschreiben erhalten, das sie dann vorweisen können.

  • Schüler, die Kompetenzen bei uns erwerben wollen, die für ihren späteren Beruf wie z.B. Hotelfach, Kindererziehung u.Ä. nützlich sind.

  • Jugendliche ohne Auffälligkeiten, die kommen, weil sie unsere kreativen Projekte mögen

  • „Außenseiter“, d.h. Jugendliche mit Verhaltensauffälligkeiten, Lernschwächen, niedriger Ich-Stärke / Ängsten in Bezug auf Erlangung des Schulabschlusses bzw. eines Ausbildungsplatzes, mit Migrationshintergrund (z.B. türkisch, polnisch, ghanaisch, brasilianisch, philippinisch, etc.) in einer oberbayerischen eher wohlhabenden Umgebung;

  • Anzahl der Teilnehmer: ca. 20

Ziele:

  • Hilfe bei der Suche nach Berufsbildern oder Lehrstellen

  • Begleitung und Unterstützung in Prüfungs- und Bewerbungsphasen

  • Entdeckung eigener Ressourcen / Fähigkeiten

  • Jugendliche sollen in Kontakt mit den unterschiedlichen Kulturen kommen

  • Erhöhung der persönlichen und sozialen Kompetenz

  • Förderung der Kreativität

  • Ausprobieren von neuen Herangehensweisen

  • Entwicklung von Teamgeist

  • Steigerung der Motivation und des Selbstwertgefühls

  • Erzeugung einer andere Wahrnehmung von Hauptschülern in der Öffentlichkeit

  • Ein offenes Ohr für unzählige kleine und grosse persönlichen Krisen und Probleme


Projektname 1: „Kurzfilm –„Angel Flashlight“

In unseren wöchentlichen Projektstunden, wollten wir in einer neuen Herangehensweise mit der aktiven Beteiligung der Teilnehmer ein neues Drehbuch erarbeiten. Sie hatten zur ihrer großen Freude einen sehr gelungen Auftritt am Anfang des Schuljahres mit ihrem Kabarett „International Intelligence“ bei dem „Kultur Herbst Festival“ in Schliersee. Das Drehbuch dazu hatte ein Gruppenteilnehmer aus der Türkei in fehlerfreiem Deutsch geschrieben. Bravo! In diesem Projektjahr wollten sie eine Gruppenarbeit in Form eines Kurzfilms, einen Krimi mit Spannung in Angriff nehmen. Jeder Teilnehmer durfte seine Rolle, seine Persönlichkeit und seine Handlungsweise im Film selbst ausdenken. Er/sie konnte sich so entwerfen, wie er/sie „immer schon sein wollte“, im Film mit Persönlichkeitsmerkmalen spielen, die ihn/sie besonders, im positiven oder negativen, bewegten. Dann lernten die Teilnehmer, diese Puzzleteile zu einer kohärenten, zugleich interessanten Geschichte zusammenzubauen. Die Handlung ist ein Kammerspiel im Schinner-Haus. Der Filmschnitt wurde unter Anleitung eines der Projekthelfer, Hansi Maichel, mit einem Teilnehmer, der unbedingt diese Kompetenz erlernen wollte, übernommen.

 


Ergebnisse:

Mit Freude können wir berichten, dass, mit einer Ausnahme, alle Teilnehmer zum Ende des Schuljahres ihren eigenen Erwartungen und unseren Hoffnungen entsprochen haben und ihre schulischen bzw. Ausbildungsziele erreichten. Eine Teilnehmerin hatte sich im Verlaufe ihrer mehrjährigen Projektzeit sogar sosehr verbessert, dass sie als eine der Landkreisbesten die Schule abschließen konnte, eine Lehrstelle ihrer Wahl war selbstverständlich. Auch im neuen Projektjahr besuchen uns einige dieser Teilnehmer in ihrer Freizeit und bieten uns ihre Hilfe an.


Vorgeschichte:

Bereits im Schuljahr 2006 / 2007 fand ein Projekt an der Hauptschule in Rottach-Egern unter der Leitung von Karin Maichel und Andi Rinn statt: „The Raven“ nach Edgar Allen Poe wurde als Multimedia-Theater von den Hauptschülern aufgeführt. Die Schülerinnen und Schüler haben dabei (z.T. auch mit Unterstützung der Lehrer) alle Musikstücke, Tänze und Multimedia-Kreationen selbst entwickelt und eingebracht. Die zweimalige Aufführung von „The Raven“ in der Aula der Schule war ein voller Erfolg und ermöglichte den Projektleitern, eine Kreativwerkstatt an der Schule fest zu installieren. Die Teilnehmer werden hier musikalisch, tänzerisch, schauspielerisch, texterisch, etc. geschult.

Zur Auftaktveranstaltung des Modellschulprojekts Tegernseer Tal wurde seitens der Schulleitung ein kurzes Stück gewünscht. Die Projektgruppe entwarf ein Rap-Lied mit Live-Musik und Hip Hop-Tanz, das im April 2008 auf der Bühne der Kur- und Kongresshalle Rottach-Egern dargeboten wurde. Bei den Proben beurteilte die Schulleitung die Umgangssprache in dem Rap als überarbeitungswürdig und einer schulischen Veranstaltung nicht angemessen. Die Jugendlichen waren erstaunlich flexibel und brauchten nur kurze Zeit, um ihr Lied umzutexten und den Vorstellungen der Kritiker zu entsprechen. Im Publikum waren zahlreiche prominente Gäste aus den Bereichen Politik, Schulwesen, Jugendarbeit und Wirtschaft, die die Darbietung sehr lobten.

 


Projektname 2 : Tanz- und Sketch-Performance „Black and White“

mit Multimedia-Bühnenbild und Musikeinlagen, wurde diese Performance am 23. Juli 2009 im Rahmen der Abschlussfeier der Hauptschule in der Kur- und Kongresshalle Rottach-Egern aufgeführt, allerdings in verkürzter Fassung zur ursprünglichen Planung. Auch hier zeigte sich die Projektgruppe wieder äußerst flexibel und „speckte“ das Stück auf den gewünschten Zeitrahmen ab. Wieder erntete die Projektgruppe viel Zuspruch durch ein begeistertes Publikum.


Es handelt sich um eine von den teilnehmenden Jugendlichen selbst geschriebene / entwickelte Tanz- und Sketch-Performance „Black an White“, eine Anspielung auf ihre vielfältigen ethnischen Hintergründe, genauer gesagt: Auf ihre Hautfarbe. Auch hier ist uns eine Vernetzung mit einem tibetanischen Hauptschüler aus Neuhaus gelungen, der mit einer gekonnten Trick-Fußball Einlage das Publikum zu Staunen brachte. Diese Performance wurde auch ein Teil unserer Vernetzungsaktion „Hamma Happening“-„ Schülerschätze“.

 

 

 

2007-2008

Vorbemerkung zur Zusammenarbeit

An dieser Stelle möchten wir uns bei der Schulleitung der Hauptschule Rottach-Egern bedanken, vor allem bei Konrektor Christian Müller für die große Unterstützung, das Vertrauen und auch das viele Lob. Ohne so einen beträchtlichen Rückhalt wären die beachtlichen Ergebnisse nicht möglich. Manche Teilnehmer dieser Projektgruppe sind Jugendliche, welche dringend Führung und Begleitung brauchen. Das neu renovierte „Schinner Haus“, ein Anwesen, das neben dem Hauptgebäude der VS steht und zur Durchführung von Aktivitäten nach der Schule konzipiert wurde, konnten wir mit kreativen und beruflich sinnvollen Projekten erfüllen. 

Förderung von integrativen Maßnahmen bei Jugendlichen mit Migrationshintergrund

Projektname: „Internationale Intelligenz“ (innovatives Kurzprojekt)

Teilnehmer:

6. bis 10. Klasse Volksschule Rottach-Egern / M-Zug; zum großen Teil „Außenseiter“, d.h. Jugendliche mit Verhaltensauffälligkeiten, Lernschwächen, niedriger Ich-Stärke / Ängste in Bezug auf Erlangen des Schulabschlusses bzw. eines Ausbildungsplatzes, Migrationshintergrund (z.B. türkisch, polnisch, ghanaisch, brasilianisch, philippinisch, etc.) in oberbayerisch  wohlhabender Umgebung;

Schüler, die Kompetenzen bei uns erwerben können, die für ihren späteren Beruf z.B. Hotelfach, Kindererziehung nützlich sind

Schüler, die eine Chance sehen durch Einsatz in ihrer Freizeit, ihre Bewerbung bei Arbeitsplätzen zu erhöhen, weil sie ein „Empfehlungsschreiben“ vorweisen können

Jugendliche ohne Auffälligkeiten, die kommen, weil sie unsere kreativen Projekte mögen

Gruppenzusammensetzung ständig wechselnd;

Anzahl der Teilnehmer: ca. 20

Ziele:

  • Jugendliche sollen in Kontakt mit den unterschiedlichen Kulturen  kommen
  • Erhöhung der persönlichen und sozialen Kompetenz
  • Förderung der Kreativität
  • Ausprobieren von neuen Dingen
  • Entwicklung von Teamgeist
  • Steigerung der Motivation und des Selbstwertgefühls
  • Erzeugung einer andere Wahrnehmung von Hauptschülern in der Öffentlichkeit
  • Entdeckung eigener Ressourcen / Fähigkeiten
  • Begleitung und Unterstützung in Prüfungs- und Bewerbungsphasen
  • Hilfe bei der Suche nach Berufsbildern oder Lehrstellen
  • Ein offenes Ohr für unzählige persönlichen Krisen und Probleme


Projektablauf:

Vorgeschichte:

Bereits im Schuljahr 2006 / 2007 fand ein Projekt an der Hauptschule in Rottach-Egern unter der Leitung von Karin Maichel und Andi Rinn statt. „The Raven“ von Edgar Allen Poe wurde als Multimedia Theater von den Hauptschülern aufgeführt. Die Schülerinnen und Schüler haben dabei (z.T. auch mit Unterstützung der Lehrer) alle Musikstücke, Tänze und Multimedia-Kreationen selbst entwickelt und eingebracht. Die zweimalige Aufführung in der Aula der Schule von „The Raven“ war ein voller Erfolg und ermöglichte den Projektleitern eine Kreativwerkstatt an der Schule fest zu installieren. Die Teilnehmer werden hier musikalisch, tänzerisch, schauspielerisch, texterisch, etc. geschult.

Zur Auftaktveranstaltung des Modellschulprojekts Tegernseer Tal wurde seitens der Schulleitung ein kurzes Stück gewünscht. Die Projektgruppe entwarf ein Rap- Lied mit Live-Musik und  Hip Hop-Tanz, das im April 2008 auf der Bühne der Kur- und Kongresshalle Rottach-Egern dargeboten wurde. Bei den Proben beurteilte die Schulleitung die Umgangssprache in dem Rap als unangebracht für eine schulische Veranstaltung. Die Jugendlich waren erstaunlich flexibel und brauchten nur kurze Zeit, um ihr Lied umzuschreiben und in „akzeptables Deutsch“ zu kleiden. Im Publikum waren zahlreiche prominente Gäste aus den Bereichen Politik, Schulwesen, Jugendarbeit und Wirtschaft, die die Darbietung sehr lobten.

Hauptprojekt:

Es handelt sich um ein von den teilnehmenden Jugendlichen selbst geschriebenes / entwickeltes Theaterstück („Internationale Intelligenz“ - siehe beigefügtes Drehbuch) mit Multimedia-Bühnenbild und Musikeinlagen, das am 24. Juli 2008 im Rahmen der Abschlussfeier der Hauptschule in der Kur- und Kongresshalle Rottach-Egern aufgeführt wurde, jedoch in verkürzter Fassung zur ursprünglichen Planung. Hier zeigte sich die Projektgruppe wieder äußerst flexibel und „speckte“ das Stück auf den gewünschten Zeitrahmen ab. Wieder erntete die Projektgruppe viel Lob von einem begeisterten Publikum.

Ausblick:

Folgende Projekte sind/waren geplant:

  • Auftritt am 12.10.08 beim Schlierseer Kulturherbst („Internationale Intelligenz“) im Vorprogramm des Kabarettisten Tobias Öller. (siehe Kultur Herbst)
  • Teilnahme am Schülerwettbewerb zur politische Bildung 2008 (Bundesministerium der Justiz)
  • Musiktheater 2009
  • Kurzfilm mit Migrationshintergrund (zurzeit in Bearbeitung)

2006

Wichtigste Kontaktpersonen:

  • Konrektor Christian Müller, auf den Wunsch an der Schule das Projekt angesetzt wurde, und welcher auch vieles ermöglicht hat (Proben während Unterrichtsstunden, Schultechnik, adäquate Räumlichkeiten)
  • Lehrkräfte Fr. Dengler, Fr.Mack, Fr. Baierlein
  • Einrichtungsleiter der Jugendfreizeitstätte im Tegernseer Tal, Andi Rinn. Viele der am Projekt teilnehmenden Jugendlichen betreut er auch in seiner Einrichtung; es ist ihm gelungen, nach dem Projekt eine Kontinuität aufzubauen, da sie nun auch die Jugendfreizeitstätte besuchen und dort an Programmen teilnehmen.
  • Choreographin Linda Maichel
  • Sandra Schneider: selbst gestaltetes Multi-Media Bühnenbild

 

Teilnehmer:

  • ca. 30 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 8 und 9

 

Beginn:

  • Ende Januar 2007 bis Juli 2007

 

Umfang der Tätigkeit:

  • Zu Beginn einmal pro Woche ca. 3-4 Stunden
  • Am Ende des Projektes zweimal pro Woche, sowie Proben und zusätzliche Termine

 

Inhalte:

  • Schüler aus den letzten beiden Jahrgangsstufen wurden aufgefordert, an einem kreativen Projekt teilzunehmen, um soziale und Kernkompetenzen aufzubauen
  • Diesen wenig motivierten, manchmal sehr schwierigen Jugendlichen musste man teilweise ein elementares Gerüst von eigentlich ganz alltäglichen Verhaltensweisen nahebringen, um ihnen überhaupt ein Einstieg in den Beruf zu ermöglichen.
  • Zudem nahmen Jugendliche teil, die ihre Kompetenzen auf künstlerischem Gebiet vertiefen wollten, weil ihre Berufswünsche in dieser Richtung gingen, sie aber als Hauptschüler wenig Hoffnung hatten, dass dies ihnen gelingen würde. Viele haben Migrationshintergrund, manche waren schon mit Autoritätsfiguren und/oder dem Gesetz in Konflikt geraten, manche waren extrem schlechte Schüler, manche kamen aus schwierigen Familienverhältnissen. Suchtgefährdung war bei einigen offensichtlich.
  • Bei anderen wiederum war genau das Gegenteil von diesen Merkmalen zu beobachten, so das von einem homogenen und harmonischen Gruppengefüge z u Beginn gar nicht die Rede sein konnte.
  • Aber die Gruppe hatte zwei gemeinsame Nenner:
  1. Sie waren „offen“ für alles, womit sie ihre Situation verbessern konnten. In ihnen „brodelte“ der Ehrgeiz, in der Öffentlichkeit stehen zu können, und ihren Mitschülern zu zeigen, dass sie nicht nur „die Ausländer, die Dummen, die Punks, die Randfiguren einer Gesellschaft“ waren, sondern bereit und fähig, ihr eigenes Werk zu schaffen mit ihren Talenten. Dies ist ihnen gelungen. Anfänglich so „düster“, entwickelte sich das Vorhaben zu einem kreativen und wirkungsvollen Projekt. Aus diesem Grund wurde als Leitthema die Figur des Raben aus Edgar Allen Poe’s „The Raven“ gewählt - sinnbildlich für den Zustand der Jugendlichen. Aus der Figur des Raben wurde eine Gallionsfigur für Darbietungen in der Sprache der Jugendlichen: ihre Musik, ihre Tänze, ihre Computer Technologie, ihr Multi-Media Einsätze, ihr Humor, und vor allem in einer aus dem nichts entstandene Arbeitsenergie.
  2. Diese Schüler hatten engagierte Lehrkräfte und Betreuungspersonal, die bereit waren, viel Energie und auch ihre Freizeit einzusetzen.

 

Ergebnis:

  • Konrektor Müller informierte uns, dass diejenigen, die Lehrstellen gesucht haben und anfänglich so demotiviert waren, untergebracht sind. Ein Teilnehmer mit Migrationshintergrund hat z.B. auf das Coaching reagiert und seine Traumlehrstelle als Heizungsmechaniker angetreten. Einer der schwierigsten „Punks“ ist nun ein sehr gelobter Kochlehrling; er möchte der Schule beim nächsten Projekt helfen.
  • Eine Delegation vom Bayerischen Kultusministerium unter der Leitung von Herrn Thomas Schaefer, die bei der Aufführung präsent war, hat uns ein lobendes Schreiben geschickt. Anfang Juli erfolgte eine Einladung zum persönlichen Gespräch ins Kultusministerium in München.
  • Auftritt bei Zeugnisverleihung im Kur- und Kongress Saal, Rottach-Egern: Lob von der Schulleitung und den anderen Schülern


Dieses Projekt wird durchgeführt mit Andi Rinn, Leiter des Jugend- und Kulturzentrums pl@net X Tegernsee (Träger: Kreisjugendring Miesbach)

Seine Mitarbeit ist unendlich wertvoll. Vielen Dank!

Vielen Dank auch an seinen ebenfalls sehr „kreativen“ Zivildienstleistenden Valentin Maschart !

 

 

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